Frankreichs Wirtschaft ist überraschend stark in Schwung gekommen. Im dritten Quartal habe die zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone erstmals im laufenden Jahr wieder zugelegt, wie die Statistikbehörde Insee am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in den Monaten Juli bis September um 0,3 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Dies ist das stärkste Wachstum seit dem zweiten Quartal 2013.

Überraschte Ökonomen

Volkswirte zeigten sich von der Entwicklung im dritten Quartal überrascht. Sie hatten zwar einen Zuwachs erwartet, aber nur in einem minimalen Volumen von 0,1 Prozent. Im Jahresvergleich legte die französische Wirtschaft laut Insee im dritten Quartal wie erwartet um 0,4 Prozent zu.

Allerdings revidierten die Statistiker die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Quartal nach unten. Im Frühjahr sei die Wirtschaft demnach leicht um 0,1 Prozent geschrumpft, nachdem Insee zuvor eine Stagnation für die Monaten April bis Juni gemeldet hatte.

Nach Einschätzung von Experten belasten weiter ein schwacher Konsum und rückläufige Investitionen die konjunkturelle Entwicklung in Frankreich. Ausserdem zeigten sich die Unternehmen des Landes in den vergangenen Monaten wenig zuversichtlich bei der Frage der künftigen Geschäftsaussichten.

(awp/ise/ama)