Die Arbeitslosenzahl im krisengeschüttelten Frankreich ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Ende April waren in der nach Deutschland zweitgrössten Euro-Volkswirtschaft 3,364 Millionen Menschen ohne Job und damit 0,4 Prozent mehr als im Vormonat, als der bisherige Negativ-Rekord verzeichnet worden war. Im Vergleich zum April vergangenen Jahres sei die Zahl um 3,5 Prozent gestiegen, teilte das Arbeitsministerium am Mittwochabend mit.

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt gilt als eine der stärksten Belastungen für die sozialistische Regierung unter Präsident François Hollande. Der Staatschef hatte eigentlich versprochen, den Negativtrend bis Ende 2013 zu stoppen. Bei der Europwahl am vergangenen Sonntag landete seine Partei nur auf Platz drei hinter der EU-feindlichen Front National und der konservativen UMP.

Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie im Januar bei 10,4 Prozent, in der Bundesrepublik bei 5,1 Prozent.

(awp/dbe)

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