Gegen die Arbeitsmarktreform des französischen Präsidenten Emmanuel Macron regt sich zunehmend Widerstand von Gewerkschaftern und linken Gruppen. Am Montag blockierten Lastwagenfahrer der Gewerkschaft CFDT mehrere Strassen und Autobahnen unter anderem an der Kanalküste, um gegen neue Regeln zu protestieren, mit denen Firmen leichter Mitarbeiter einstellen und entlassen können.

Weitere Aktionen sind in den kommenden Tagen geplant. So hat die linke CGT zu landesweiten Protesten am Donnerstag aufgerufen. Am kommenden Montag sind weitere Aktionen von Lastwagenfahrern geplant, die in der CGT und der drittgrössten Gewerkschaft Force Ouvriere organisiert sind, und unter anderem die Belieferung von Tankstellen treffen soll.

«Sozialer Staatsstreich»: Kritik gegen Macron-Pläne

Für Samstag hat die linke Partei LFI von Jean-Luc Melenchon zu einer Grossdemonstration in Paris aufgerufen. Der frühere Sozialist hat die Vorschläge Macrons als «sozialen Staatsstreich» kritisiert. Die Regierung will die Arbeitsmarktreform am Freitag verabschieden.

Macron und sein Regierungschef Edouard Philippe haben weitere Schritte angekündigt, um die Wirtschaft anzukurbeln und die vergleichsweise hohe Arbeitslosenquote von fast zehn Prozent zu drücken. Diese Reformpläne dürften auf noch grösseren Widerstand stossen.

(reuters/moh)