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Frostiger Februar unterbricht Schweizer Bauboom

Arbeiten nicht möglich: Eine Baustelle in St. Gallen Anfang Februar. (Bild: Keystone)

Die ansonsten dynamische Baukonjunktur wird vom Februar-Wetter gebremst. Der Frühindikator für den Umsatz der Branche sinkt.

Veröffentlicht am 24.02.2012

Der Bauboom in der Schweiz ist vom ungewöhnlich frostigen Februar kurzzeitig unterbrochen worden. Dies drückt den Bauindex, der als Frühindikator den Umsatz im Schweizer Bauhauptgewerbe für das laufende Quartal prognostiziert, um 4 Prozent.

Der Rückgang auf 128 Punkte (100 = 1. Quartal 1996) folge auf den starken Anstieg im Schlussquartal 2011 und erstrecke sich über alle Bausparten, teilten die Grossbank Credit Suisse und der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mit.

Der ansonsten dynamischen Baukonjunktur werde dadurch eine kurze Pause verordnet. Vor allem der Wohnungsbau dürfte diesen erwarteten Umsatzrückgang zu Jahresanfang über die kommenden Quartale aber wieder gutmachen, hiess es weiter. Denn die Zahl der Baubewilligungen für Wohnungen und Häuser habe 2011 mit rund 51'500 den höchsten Stand seit 1994 erreicht.

Trübe Aussichten für den Wirtschaftsbau

Mittelfristig dürfte sich laut den Autoren der Studie der Wachstumspfad wegen Kapazitätsengpässe und strukturelle Branchenproblemen abflachen. Vor allem im Hochbau machten Fachkräftemangel und intensiver Wettbewerb vielen Unternehmen zu schaffen.

Der Tiefbau profitiere weiterhin von hoher Nachfrage nach Infrastruktur- und Verkehrsbauten. Einzig der Wirtschaftsbau leide weiter unter trüben Konjunkturaussichten und zurückhaltender Investitionsneigung der Unternehmen.

(tno/sda)

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