Der Umbruch in Ägypten vollzieht sich im rasenden Tempo. Am Mittwochabend übernahm das Militär die Macht und setzte Präsident Mursi ab. Bereits am Donnerstagmittag wurde Adli Mansur als neuer Übergangspräsident vereidigt. Für Schweizer Unternehmer im Land am Nil bedeutet das erneut eine neue Ausgangslage. Was kommt jetzt?

Baaa El Attar beruhigt. Die verschiedenen Regierungen seien immer sehr daran interessiert gewesen, in Ägypten eine freundliche Umgebung für Investoren zu schaffen, sagt der Generalsekretär der Arab-Swiss Chamber of Commerce and Industry. «Während den aktuellen Unruhen und politischen Veränderungen können Schweizer Firmen normal arbeiten. Bislang wurden keine Zwischenfälle gemeldet» so El Attar, Angestellte von Schweizer Firmen in Ägypten arbeiteten bislang problemlos weiter.

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Handelsvolumen bald wieder auf Höchststand

Der Generalsekretär der Handelskammer ist denn auch davon überzeugt, dass für «jede neue Regierung in Ägypten die ökonomischen Beziehungen zur Welt ein entscheidender Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sind.» In der gesamten arabischen Welt sind zur Zeit über 100 Schweizer Firmen  aktiv – besonders viele in Ägypten wie etwa ABB, und Holcim.

Das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und Ägypten nahm 2012 um 9 Prozent auf 710 Millionen Franken zu. Es erreichte damit beinahe wieder den Stand von 2010 - dem Jahr vor dem Ausbruch der Arabischen Revolution.