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Bilanz
Fürstliche Finanzen: Vaduz erwartet schwarze Zahlen

Alois von Liechtenstein: Erbprinz des Fürstentums. Keystone

Das Ländle erwartet fürs Jahr 2016 schwarze Zahlen. Der Überschuss soll fast 20 Millionen betragen, deshalb wird für 2017 mit einem Minus budgetiert.

Veröffentlicht am 22.09.2016

Die Liechtensteiner Regierung sieht den Haushalt nach der Sanierung in einer Stabilisierungsphase. Im Budget 2017 plant sie in der Erfolgsrechnung einen Aufwandüberschuss von 7 Millionen Franken.

Eine gute Nachricht konnte der Liechtensteiner Regierungschef Adrian Hasler am Donnerstag in Vaduz zur Rechnung des laufenden Jahres verkünden. Die Regierung erwarte einen Ertragsüberschuss in der Erfolgsrechnung 2016 in Höhe von 19 Millionen Franken. Budgetiert wurde ein Überschuss auf der Aufwandseite von 14 Millionen Franken.

Positives Finanzergebnis erwartet

In der Erfolgsrechnung des Budgets 2017 konnte der Aufwand auf einem Volumen von rund 800 Millionen Franken stabilisiert werden. Mit 809 Millionen Franken Ausgaben liegt er Regierungsangaben zufolge um 150 Millionen Franken tiefer als noch vor wenigen Jahren. Mit Ausnahme der Beitragsleistungen, welche gesetzlich vorgeschrieben sind, hätten alle Aufwandkategorien zur Reduktion beitragen müssen.

Unter der Annahme weiterhin stabiler Erträge resultieren auf der Einnahmenseite 731 Millionen Franken, was zu einem betrieblichen Verlust von 78 Millionen Franken führt. Bei der Verrechnung mit dem Finanzergebnis von budgetierten 71 Millionen Franken kommt die Regierung zu den erwarteten 7 Millionen Franken Aufwandüberschuss.

(awp/ise/chb)

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