Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben den Druck auf die Euro-Länder im Kampf gegen die Schuldenkrise weiter erhöht. Sie erwarten bis zum EU-und Euro-Gipfel am Sonntag nächster Woche eine umfassende und tragfähige Lösung.

Nach einem zweitägigen Treffen in Paris erklärten die G20-Finanzminister und -Notenbanckchefs am Samstag in einem gemeinsamen Abschlusspapier: «Wir werden sicherstellen, dass die Banken angemessen kapitalisiert werden und ausreichende Kapitalzugang haben, um mit allen aktuellen Risiken fertig zu werden.»

Wie schon im September im Washington betonten die Wirtschaftsmächte in dem vierseitigen Communiqué zugleich, dass die Notenbanken - wenn erforderlich - den Banken die nötige Liquidität sichern würden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde aufgefordert, konkrete Vorschläge für Länder mit kurzfristigen Liquiditätsproblemen vorzulegen. Zudem heisst es in der Erklärung: «Wir sind mehr denn je zu einer Reform des Finanzsektors entschlossen, um besser den Bedürfnissen unserer Volkswirtschaften zu dienen.»

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Zuvor hatte auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bis zum EU-Gipfel eine überzeugende Lösung der Euro-Zone sowie «klare Massnahmen» angekündigt, um Ansteckungsgefahren einzudämmen. Anfang November kommen dann auch die G20-Staats- und Regierungschefs im südfranzösischen Cannes zu ihrem Gipfel zusammen.

(vst/sda)