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Gabriel kritisiert Griechen und macht Vorschlag

Vizekanzler Sigmar Gabriel: Weiss was zu tun wäre.   Keystone

In einem Interview hat sich der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel kritisch zur Annäherung von Athen an Moskau geäussert. Es gebe für Griechenland eine bessere Möglichkeit zu Geld zu kommen.

Veröffentlicht am 04.04.2015

Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel schlägt Griechenland vor, die Konten griechischer Steuerhinterzieher EU-weit zu sperren. Das Angebot von Kontosperrungen sei dem griechischen Ministerpräsident Alexis Tsipras bereits in der Vergangenheit unterbreitet worden.

Konkret gehe es darum, «Konten von wohlhabenden griechischen Bürgern einzufrieren, die ihrem Heimatland Steuern schulden», sagte Gabriel der « Rheinischen Post» am Samstag. Dieses Angebot stehe, die griechischen Finanzbehörden müssten dafür aber «schon selbst tätig werden», sagte der SPD-Chef.

«Jetzt endlich mal Schluss»

Mit den «Spielchen», die die neue griechische Regierung seit Wochen treibe, müsse «jetzt endlich mal Schluss» sein. Gabriel betonte, er könne sich «beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand in Athen wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielt, Europa den Rücken zuzukehren und sich Moskau in die Arme zu werfen».

Die griechische Regierung sucht zurzeit engere Beziehungen zu Russland. Tsipras reist am kommenden Mittwoch nach Moskau. Am 9. Mai nimmt er an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in der russischen Hauptstadt teil.

EU-Spitzenleute sagen ab

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister David Cameron und Frankreichs Staatschefs François Hollande sagten angesichts der Ukraine-Krise dagegen ab.

(sda/gku)

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