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Gaddafi-Tod soll untersucht werden - Beisetzung verschoben

Der Tod von Muammar al-Gaddafi soll vom Internationaler Strafgerichtshof untersucht werden. (Bild: Keystone)

Nachdem zwei Handy-Videos zur Gefangennahme von Muammar al-Gaddafi aufgetaucht sind, fordert das Uno-Menschenrechtskommissariat eine Untersuchung der Todesumstände. Die Leiche von Libyens Ex-Diktator

Veröffentlicht am 21.10.2011

Nach dem Tod des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hat Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay eine Untersuchung der Todesumstände gefordert. Diese seien weiter unklar, sagte Pillays Sprecher Rupert Colville.

Zwei am Donnerstag verbreitete Handy-Videos, die offenbar zeigten, wie Gaddafi lebend gefasst wurde, seien «sehr beunruhigend». Es müsse daher eine Untersuchung geben.

Videoaufnahmen, die von den arabischen Fernsehsendern Al-Arabija und Al-Jazeera ausgestrahlt worden waren, zeigten Gaddafi nach seiner Festnahme lebend inmitten von Kämpfern des libyschen Übergangsrats.

Internationaler Strafgerichtshof soll Untersuchung übernehmen

Er war offenbar verletzt und hatte Blut auf Gesicht und Schultern. Ein Kämpfer schien ihm eine Pistole an den Kopf zu halten. Ob er abdrückte, war nicht zu erkennen. Anschliessend war zu sehen, wie Gaddafi auf einen Pickup gezogen wurde.

Die ursprünglich für Freitag geplante Beisetzung Gaddafis wurde bis zum Abschluss von Untersuchungen zu den Umständen seines Todes verschoben. Das teilte ein Mitglied des Nationalen Übergangsrats, Mohamed Sajeh, mit.

Der Internationale Strafgerichtshof werde den Fall untersuchen, erklärte er. Gaddafis Leiche sei immer noch in Misrata, wohin sie am Donnerstag nach der Eroberung von Sirte gebracht wurde. Sie sollte nach Angaben des Übergangsrats nach islamischer Tradition in Sirte bestattet werden.

(vst/tno/sda)

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