Fed-Chef Ben Bernanke kann sich trotz jahrelanger Nullzinspolitik und eines billionenschweren Ankaufs von Staats- und Hypothekenanleihen eine noch lockere Geldpolitik vorstellen. «Es gibt Raum für zusätzliche Massnahmen durch die Federal Reserve, um die Finanzierungsbedingungen zu lockern und die Erholung zu stärken», heisst es in einem Brief des Vorsitzenden der US-Notenbank an den republikanischen Abgeordneten Darrell Issa.

Der Brief, der auf den 22. August datiert ist, wurde am Freitag bekannt. Issa leitet den Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des Repräsentantenhauses. Die Äusserungen Bernankes passen zur Stossrichtung des Notenbankprotokolls von der jüngsten Zinssitzung. Erst am Mittwoch hatten die «Minutes» für grosse Überraschung gesorgt, weil eine Vielzahl von Fed-Mitgliedern einer noch lockeren Geldpolitik zugeneigt ist. Auch am Freitag sorgten die Aussagen Bernankes für spürbaren Auftrieb an der US-Börse.

(aho/vst/awp)

Anzeige