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Brexit
Goldman-Chef sieht Finanzplatz London leiden

Lloyd Blankfein: Bankenplatz London bekommt Probleme. Keystone

Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein sieht den Finanzplatz London unter Durck. Wegen dem EU-Austritt Grossbritanniens werde die britische Hauptstadt auf der Stelle treten.

Veröffentlicht am 05.05.2017

Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet eine Beeinträchtigung des Finanzplatzes London durch den EU-Austritt Grossbritanniens. «Er wird auf der Stelle treten», sagte Vorstandschef Lloyd Blankfein der BBC. «Er könnte auch ein bisschen schrumpfen. Das hängt von vielen Dingen ab, worüber wir noch unsicher sind.»

Goldman setze sich für eine mehrjährige Umsetzungsphase ein, sobald der Brexit unter Dach und Fach sei, ergänzte Blankfein. Sein Haus habe «Notfallpläne» für den Umzug von Mitarbeitern, sollte der Ausgang der Verhandlungen zwischen EU und Grossbritannien dies erfordern. Goldman beschäftigt derzeit 6500 Mitarbeiter in Grossbritannien.

Alternative Frankfurt

Nach einem EU-Austritt brauchen dort ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Lizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Einige Unternehmen bereiten deshalb die Verlegung von Mitarbeitern vor. Die britische Bank Standard Chartered gab diese Woche bekannt, Frankfurt zur europäischen Basis auszubauen und sich so den Zugang zur Europäischen Union nach dem Brexit zu sichern.

(reuters/chb)

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