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Edelmetall
Goldpreis gerät erneut unter Druck

Goldpreis: Der Preis für das Edelmetall droht zu erodieren. (Bild: Keystone)

Die Gerüchte um ein Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank haben den Gold- und Silberpreis belastet.

Veröffentlicht am 21.05.2013

Spekulationen auf ein mögliches Ende der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben die Preise für die Edelmetalle weiter belastet. Neben dem Goldpreis rutschte vor allem der Silberpreis weiter ab.

Eine Feinunze verbilligte sich um bis zu 2,2 Prozent auf 22,41 Dollar. Schon am Montag war der Silberpreis zeitweise bis auf 20,84 Dollar gerutscht, womit er so niedrig wie seit September 2010 nicht mehr notiert hatte. Bis Handelsende hatte sich der Preis aber wieder erholt und drei Prozent höher geschlossen. Auch Gold verbilligte sich im Vormittagshandel um bis zu 0,7 Prozent auf 1383,39 Dollar.

Mit dem Schliessen der Geldschleusen durch die Fed würden die Edelmetalle als Inflationsschutz an Bedeutung verlieren. Viele Anleger erhoffen sich von Fed-Chef Ben Bernanke neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik, wenn er am Mittwoch vor einem Kongressausschuss Bericht erstattet. «Wenn Bernanke die Einschätzung bestätigt, dass die Fed früher als bisher gedacht ihre Anleihekäufe drosseln könnte, würde dies den Goldpreis belasten», erklärte ein Analyst in London.

Schon im April war der Goldpreis massiv unter Druck geraten und bis auf ein Zwei-Jahres-Tief von 1321,35 Dollar abgerutscht. Vor allem Grossanleger verabschieden sich derzeit von ihren Edelmetall-Investments und verkaufen ihre ETFs in grossem Stil. So sanken die ETF-Bestände des iShares Silver Trust per Montag auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar. Die Abflüsse aus dem weltgrössten Gold-ETF SPDR Gold Trust gehen ebenfalls unvermindert weiter. Am Montag fielen sie um 0,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren.

(muv/tke/reuters)

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