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Musterschüler
Grexit könnte Deutschlands Bonitätsnote belasten

Deutsche Fussballfans:

Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone könnte Deutschland den Ruf als Musterschüler kosten. Laut der US-Ratingagentur Moody's würde der Schritt die Kreditwürdigkeit des Landes belasten.

Veröffentlicht am 17.03.2015

Ein Euro-Austritt von Griechenland kann der Ratingagentur Moody's zufolge die Kreditwürdigkeit Deutschlands drücken. «Das wäre negativ für das Kreditprofil», erklärte die Agentur in einer Studie. «Deutschlands direkte Belastung bei einem griechischen Austritt ist zwar überschaubar, aber die Kreditwürdigkeit der Regierung würde negativ betroffen sein, wenn sich grössere Euro-Länder wie Italien oder Spanien dann wieder grösseren Schwierigkeiten gegenübersehen.»

Moody's räumte aber auch ein: «Allerdings sind die Ansteckungsrisiken geringer als 2012». Dafür würden die institutionellen Reformen in der Euro-Zone ebenso sorgen wie die aktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Alternde Bevölkerung als Herausforderung

Moody's bewertet Deutschland mit der höchsten Bonitätsnote AAA. Damit wird Investoren signalisiert, dass ein Ausfallrisiko von Staatsanleihen auch auf längere Sicht vernachlässigbar ist. «Deutschland hat eine sehr grosse, diversifizierte und sehr wettbewerbsfähige Wirtschaft, die das AAA-Rating untermauert», sagte Moody's-Experte Thorsten Nestmann.

«Hauptherausforderungen sind die alternde Bevölkerung und eine schrumpfende Erwerbstätigkeit.» Diese könnten das Wirtschaftswachstum dämpfen und die sozialen Sicherungssysteme unter Druck setzen.

(reuters/dbe/ama)

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