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Lichtblick
Griechenland geht es besser als erwartet

Griechenland: Überschuss ist Bedingung für weitere EU-Hilfe.   Keystone

Dem Land sind 2013 rund dreimal so viel Überschuss in die Staatskasse gespühlt worden wie ursprünglich gedacht. Die Bevölkerung kann nun wieder auf höhere Sozialleistungen hoffen.

Veröffentlicht am 15.02.2014

Die Finanzlage in Griechenland hat sich nach Angaben der Regierung 2013 deutlich besser entwickelt als erwartet. Im Haushalt habe es einen Primärüberschuss von mehr als 1,5 Milliarden Euro gegeben, sagte Ministerpräsident Antonis Samaras der Zeitung «To Vima». Dies sei rund dreimal so viel wie ursprünglich gedacht. Damit könne das Land nun wieder seine Sozialausgaben für von den Sparprogrammen der vergangenen Jahre betroffene Bürger anheben.

Überschuss als wichtige Bedingung

Bei einem Primärüberschuss sind Zinszahlungen und andere Sonderkosten nicht mit eingerechnet. Für Griechenland ist ein solcher Überschuss eine wichtige Bedingung, um von seinen internationalen Geldgebern weitere Hilfen zu erhalten. Das Land wird von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit 240 Milliarden Euro gestützt.

Vor einiger Zeit bereits hatte Samaras verkündet, sein Land habe 2013 einen Primärüberschuss von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Das Europäische Statistikamt hatte daraufhin erklärt, es gebe noch keine belastbaren Zahlen zu Defizit und Schuldenstand. Die Daten für das vierte Quartal würden erst noch erhoben und das dauere bis Ende März. Bis dahin seien alle Zahlen, die verkündet würden, Spekulation.

(reuters/dbe)

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