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Schulden
Griechenland verhandelt weiter mit Gläubigern

Griechenland: Neue Gespräche über Sparpaket. Keystone

Griechenland verhandelt mit seinen Gläubigern über zwei Sparpakete im Umfang von 9 Milliarden Euro. Die Staatskassen sind fast leer, im Juli werden weitere Zahlungen an die Kreditoren fällig.

Veröffentlicht am 25.04.2016

Griechenland und seine Gläubiger setzen am Montag in Athen ihre Verhandlungen fort. Dabei wird nach Informationen aus Kreisen des Finanzministeriums über zwei Sparpakete gesprochen. 5,4 Milliarden Euro sollen mit neuen Rentenkürzungen und Steuererhöhungen eingespart werden. Es geht zudem um weitere Massnahmen im Umfang von rund 3,6 Milliarden Euro.

Dieses sogenannte Sparpaket auf Vorrat würde auf Wunsch der Gläubiger in Kraft treten, falls die Griechen bis 2018 das gesetzte Ziel nicht erreichen sollten, einen primären Überschuss (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erzielen. Der linke Flügel der Regierungspartei Syriza hat bereits Bedenken geäussert. 11 bis 14 Angeordnete könnten die Massnahmen nicht billigen, wenn es allen Anzeichen nach in der nächsten Woche zu Abstimmung im Parlament kommt.

Knappe Mehrheit

Regierungschef Alexis Tsipras verfügt über eine knappe Mehrheit von 153 Abgeordneten im Parlament mit 300 Sitzen. Gebe es nur drei Abweichler, wäre Tsipras auch auf die Stimmen der Opposition angewiesen. Käme diese Hilfe nicht, könnte Griechenland erneut vor einer Wahl stehen.

Die griechischen Staatskassen sind fast leer. Im Juli müssen zwei Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) gezahlt werden.

(awp/chb/ama)

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