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Griechenlands Finanzloch noch grösser als angenommen

Wie lange sich kann Griechenland gegen den drohenden Staatsbankrott wehren? (Bild: Keystone)

Ein Fass ohne Boden: Dieses Sprichwort scheint auf Griechenland zuzutreffen. Der Grund: Wie der «Spiegel» berichtet, soll das Finanzloch der Südeuropäer noch grösser sein als bislang angenommen.

Veröffentlicht am 18.08.2012

Die Finanzierungslücke Griechenlands ist laut einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» grösser als bislang bekannt. Der Regierung des Landes fehlten in den kommenden zwei Jahren nicht wie angegeben 11,5, sondern bis zu 14 Milliarden Euro.

Dies berichtete das Magazin unter Berufung auf das Ergebnis der jüngsten Prüfungen der Gläubiger-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF). Ursache seien Rückschläge bei geplanten Privatisierungen und wegen der verschlechterten Wirtschaftslage ausbleibende Steuereinnahmen.

Die genaue Höhe des zusätzlichen Finanzbedarfs soll demnach Anfang September ermittelt werden, wenn die Troika zu ihrem nächsten Besuch nach Griechenland kommt. Die Delegation kritisiere in ihrem Zwischenbericht zudem, dass die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras schon bisher nicht habe erklären können, wie sie die Einsparungen von 11,5 Milliarden Euro erreichen wolle. Rund ein Drittel sei ungedeckt.

Die Regierungen der Eurozone suchen derzeit nach einem Weg, die Finanzierungslücke ohne ein neues Hilfspaket zu überbrücken. Im Gespräch ist dem Bericht zufolge, dass die Geberländer Griechenlands einen Rabatt auf die Zinsen für ihre Hilfskredite gewähren oder sich sogar mit einer kompletten Stundung einverstanden erklären.

(muv/sda)

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