Die griechische Industrie ist im Mai den neunten Monat in Folge geschrumpft. Die Betriebe sammelten weniger Aufträge ein, drosselten die Produktion und strichen unter dem Strich Jobs, wie am Dienstag aus der monatlichen Markit-Umfrage unter gut 300 Firmen hervorging.

«Druck an allen Fronten»

Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland sei gesunken. «Insgesamt spüren die griechischen Industriefirmen Druck an allen Fronten», sagte Markit-Ökonom Phil Smith. «Deshalb haben sie wieder in den Sparmodus zurückgeschaltet und den zweiten Monat in Folge Jobs abgebaut.»

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Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg zwar leicht um 1,5 auf 48,0 Punkte. Das Barometer blieb aber unter der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

Nahe am Abgrund

Das hoch verschuldete Euro-Land versucht derzeit, die drohende Staatspleite abzuwenden. Die Regierung in Athen ringt seit Monaten mit den internationalen Geldgebern um Reformen, die den Weg freimachen sollen für kurzfristige Hilfszahlungen von 7,2 Milliarden Euro.

(reuters/dbe)