Nach einem Mini-Wachstum in diesem Jahr dürfte Griechenlands Wirtschaft nach Ansicht der nationalen Notenbank 2017 spürbar zulegen. Das Bruttoinlandprodukt werde um 2,5 Prozent steigen, nach einem voraussichtlichen Plus von 0,1 Prozent im zu Ende gehenden Jahr. Das teilten die Zentralbanker am Freitag in ihrem Monatsbericht mit.

Für Schwung sorgen demnach Investitionen, Exporte und die Konsumausgaben der Verbraucher. Das Land habe Fortschritte gemacht beim Umsetzen der von den Geldgebern geforderten Reformen. «Dieser Prozess darf unter keinen Umständen gestoppt werden», erklärten die Notenbanker.

Kampf um Reformen

Griechenland hängt weiter am Tropf seiner europäischen Partner. 2018 endet das aktuell laufende Rettungsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro.

Die Regierung in Athen ringt derzeit mit ihren Euro-Geldgebern um die Umsetzung von Reformen, die Voraussetzung für die Auszahlung neuer Kredittranchen ist. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel trifft im Laufe des Tages Ministerpräsident Alexis Tsipras in Berlin. Hier dürfte es auch um umstrittene Sonderzahlungen an Rentner gehen.

(awp/ise/hon)