Die britische Wirtschaft wächst so kräftig wie seit gut sechs Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) kletterte von Januar bis März um 3,1 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Statistikamt am Dienstag mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Ende 2007.

Trotzdem liegt die Wirtschaftsleistung noch immer um rund 0,6 Prozent unter ihrem Anfang 2008 erreichten Höchstwert. Danach sorgte die Finanzkrise für einen Einbruch, von dem sich das Land noch immer nicht vollständig erholt hat.

«Vorsichtig optimistisch»

Im Vergleich zum Vorquartal expandierte die Wirtschaft um 0,8 Prozent. Ökonomen hatten sogar ein Plus von 0,9 Prozent erwartet, nachdem es Ende 2013 zu 0,7 Prozent gereicht hatte. Experten trauen Grossbritannien zu, in diesem Jahr schneller zu wachsen als alle andere grossen Industriestaaten – einschliesslich der USA und Deutschland.

Auch die Notenbank des Landes rechnet mit einem anhaltenden Aufwärtstrend. «Es gibt viele Hinweise darauf, dass sich die Erholung zu verbreitern beginnt», sagte der Chef der Bank of England, Mark Carney. «Wir sind vorsichtig optimistisch» Probleme mache noch aber noch die Beschäftigung. «Es gibt noch eine beträchtliche Flaute am Arbeitsmarkt.»

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(awp/me/sim)