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Enttäuschung
Grossbritannien wächst schwächer als erwartet

Arbeiten am Big Ben in London: Das BIP legt auf der Insel weniger stark zu. Keystone

Die Wirtschaftsleistung auf der Insel hat im Sommer weniger stark angezogen. Vor allem in einem Sektor gab es einen markanten Rückschlag. Dennoch bleibt die britische Regierung zuversichtlich.

Veröffentlicht am 27.10.2015

Die britische Wirtschaft ist im Sommer etwas schwächer als erwartet gewachsen. Nach einer ersten Schätzung hat die Wirtschaftsleistung (BIP) im dritten Quartal 0,5 Prozent höher gelegen als im Vorquartal, teilte das Statistikamt ONS am Dienstag mit. Bankvolkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Im Vorquartal war das Wachstum mit 0,7 Prozent stärker gewesen.

Im Jahresvergleich stieg die Wirtschaftskraft im dritten Quartal um 2,3 Prozent. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass der Wert auf dem Niveau des Vorquartals bei 2,4 Prozent verbleiben würde.

Rückgänge in der Industrie und im Bausektor

Der ONS-Chefökonom Joe Grice sieht Grossbritannien trotz des Dämpfers weiter auf einem gesunden Wachstumspfad: «Das Bild ist in den verschiedenen Sektoren gemischt. Das Wachstum im Dienstleistungssektor war robust, aber sowohl in der Industrie als auch im Bausektor gab es Rückgänge.» In der Industrie ging die Produktion um 0,3 Prozent zurück. Der Bausektor schrumpfte um 2,2 Prozent und damit so stark wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr.

(awp/dbe/hon)

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