Angesichts rückläufiger Energiekosten sind die Konsumentenpreise in der Eurozone im Juni weniger stark gestiegen als im Vormonat. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Ländern der Währungsunion um 0,2 Prozent.

Im Mai waren es noch 0,3 Prozent gewesen. Stärkste Preistreiber waren Essen und Getränke in Restaurants und Cafés, Tabakwaren und Mieten. In der gesamten EU stiegen die Preise um 0,1 Prozent nach 0,3 Prozent im Mai.

Preise im März gesunken

In acht der 28 EU-Länder sanken die Preise noch, am stärksten in Zypern (- 2,1 Prozent), Griechenland (- 1,1 Prozent) sowie Rumänien und Slowenien (jeweils - 0,9 Prozent). Die stärksten Anstiege verzeichneten Malta (+ 1,1 Prozent) und Österreich (+ 1,0 Prozent). Für Deutschland gaben die europäischen Statistiker ein Plus von 0,1 Prozent an.

Zwischen Dezember und März waren die Preise in der Eurozone erstmals seit 2009 über mehrere Monate gesunken. Um das Risiko einer Deflation abzuwenden, hatte die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang März dieses Jahres ein gross angelegtes Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren im Wert von 60 Milliarden Euro pro Monat gestartet. Es soll bis September 2016 laufen, womit die Notenbank mehr als eine Billion Euro in den Markt pumpen würde.

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(awp/me)