Am 31. Januar 2014 läuft sein Vertrag offiziell aus: Bislang war man davon ausgegangen, dass Ben Bernanke eine dritte Amtszeit antreten würde. Doch seit Mittwoch gibt es daran Zweifel. Er habe «ein wenig» mit Barack Obama über seine Zukunft gesprochen, erklärte der amerikanische Notenbankchef in Washington vor den Medien. Zuvor hatte er den jüngsten Zinsentscheid erläutert und seine Einschätzung der Wirtschaftslage dargelegt.

Doch bald interessierte die Zukunft von Bernanke ebenso sehr. Beobachter werten die jüngsten Aussagen als Zeichen, dass der Notenbankchef seinen Job aufgeben könnte. Im Privaten habe er mehrmals angedeutet, müde zu sein und wieder ein normales Leben führen zu wollen, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. In seiner siebenjährigen Amtszeit hat er bislang fast ununterbrochen gegen die Krise kämpft.

«Nicht der einzige Mensch»

Klare Aussagen machte Bernanke indes nicht. Doch zwischen den Zeilen konnte man an der Medienkonferenz zumindest Rücktrittsgelüste erkennen. «Ich glaube nicht, dass ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der das kann», zitiert Bloomberg den Notenbankchef.

Noch im Dezember hatte Bernanke erklärt, noch nicht mit Obama über die dritte Amtszeit gesprochen zu haben.

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(se/tno)