Trotz der Frankenstärke sind die Ausgaben ausländischer Reisender in der Schweiz 2011 nicht gesunken. Sie lagen mit 15,6 Milliarden Franken sogar um knapp 26 Millionen Franken oder 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zugenommen hat hingegen nicht der Ferien- und Geschäftstourismus, gestiegen sind die Einnahmen aus Spital- und Ausbildungsaufenthalten (+4,8 Prozent) sowie die Konsumausgaben der ausländischen Grenzgänger und Kurzaufenthalter (+6,9 Prozent), wie das Bundesamt für Statistik am Freitag mitteilte.

Weniger Ferien- und Geschäftstourismus

Beim Ferien- und Geschäftstourismus gingen die Einnahmen nach der Zunahme im Vorjahr wieder leicht zurück, und zwar um 43 Millionen Franken auf 10,5 Milliarden Franken. Damit stammten etwas mehr als zwei Drittel der Einnahmen von im Ausland ansässigen Reisenden in der Schweiz aus dem Reiseverkehr mit Übernachtungen. Auch die Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr sanken (-2,6 Prozent).

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Die Zahl der Logiernächte ausländischer Gäste sank zwar 2011 um -3,4 Prozent. Dafür haben die durchschnittlichen Ausgaben pro Logiernacht trotz teurerem Franken leicht zugenommen, wie das BFS schreibt. Anders gesagt, die treuen ausländischen Touristen haben für ihre Ferien in der Schweiz tiefer in die Taschen gegriffen.

Umgekehrt kletterten die Ausgaben von schweizerischen Reisenden im Ausland um 6,4 Prozent auf 12,4 Milliarden Franken. Daraus resultierte in der Schweizer Fremdenverkehrsbilanz laut weiteren BFS-Angaben ein Überschuss 3,2 Milliarden Franken. Das sind gut 700 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

(aho/rcv/awp)