Die globalen Lebensmittelpreise bleiben der Weltbank zufolge weiter hoch. Im Jahresvergleich habe der entsprechende Index im Juli um 33 Prozent zugelegt, erklärte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. Besonders die Mais- und Zuckerpreise seien stark gestiegen.

Gleichzeitig seien die Lagerbestände alarmierend niedrig, trotz guter Weizen-Ernten in den USA und Europa. «Anhaltend hohe Lebensmittelpreise und niedrige Vorräte weisen darauf hin, dass wir uns noch in der Gefahrenzone befinden», sagte Zoellick. Bedroht seien insbesondere die Ärmsten.

So haben die rekordverdächtigen Nahrungspreise die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika nach Ansicht der Weltbank verschlimmert. In Somalia seien die Preise für lokal angebaute Grundnahrungsmittel zuletzt dramatisch in die Höhe geschossen.
Hirse koste 240 Prozent mehr als im Oktober 2010 und Mais 154 Prozent mehr, hiess es in einem Quartalsbericht der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation.

Afrika leidet am meisten unter hohen Lebensmittelpreisen

«Nirgends bewirkt die Kombination aus hohen Nahrungspreisen, Armut und Instabilität mehr tragisches Leid als am Horn von Afrika» sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick. Diese Region leidet unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Zehntausende Menschen sind in Somalia verhungert. Mehr als zwölf Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen.

Weltweit seien die Nahrungspreise im Juli seit dem Vorjahresmonat um 33 Prozent gestiegen. Mais legte um 84 Prozent zu, Zucker um 62 Prozent. Weizen wurde 55 Prozent teurer und Soja-Öl um 47 Prozent. Insgesamt waren die Preise jedoch 5 Prozent geringer als auf ihrem Höhepunkt im Februar.

(rcv/cms/awp)

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