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Studie
Hunderttausende neue Jobs für die Euro-Zone

Arbeitssuchende in Spanien: Dort gerät der Arbeitsmarkt in Fahrt.

In der Euro-Zone hat der Aufschwung den Arbeitsmarkt erreicht. Besonders in zwei Ländern werden 2018 viele Stellen entstehen.

Veröffentlicht am 28.12.2017

Der wirtschaftliche Aufschwung schafft einer Studie zufolge im kommenden Jahr Hunderttausende Jobs in der Euro-Zone. In den 19 Ländern der Währungsunion soll die Beschäftigung insgesamt um 1,8 Millionen zulegen.

«Die Trendwende ist geschafft», kommentierte Experte Bernhard Lorentz eine am Donnerstag veröffentlichte Prognose des Beratungsunternehmens EY. Bereits im zu Ende gehenden Jahr habe die Zahl der Beschäftigten erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau von 2007 gelegen. Danach sorgte die Finanzkrise für einen Wirtschaftseinbruch.

Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Auch die Arbeitslosigkeit dürfte weiter zurückgehen. EY rechnet im kommenden Jahr mit einer Quote von 8,6 Prozent, nachdem es bereits 2017 einen Rückgang von 10,0 auf 9,2 Prozent gegeben habe. Dass die Arbeitslosigkeit dennoch deutlich höher bleibe als vor Ausbruch der Krise, liegt EY zufolge am deutlichen Wachstum des Arbeitskräfteangebots - etwa durch Zuwanderung und wegen Zunahme berufstätiger Frauen.

Die meisten Jobs dürften im kommenden Jahr in Spanien und Deutschland entstehen. Hier wird jeweils eine Zunahme um rund 400'000 erwartet. «Die deutsche Wirtschaft boomt», sagte Lorentz. «Viele Firmen arbeiten an der Kapazitätsgrenze, fahren gute Gewinne ein und schaffen neue Arbeitsplätze.»

Millionen zusätzlicher Jobs

In den vergangenen zehn Jahren seien fast vier Millionen zusätzliche Jobs hinzugekommen. Dennoch stehe Deutschland vor grossen Herausforderungen. «Der Arbeitsmarkt etwa für Akademiker und Facharbeiter ist vielerorts leer gefegt», sagte Lorentz.

«Das könnte für den Standort Deutschland zu einem echten Problem und zu einer Innovations- und Wachstumsbremse werden.» Notwendig sei eine zukunftsgerichtete Migrationspolitik, da Zuwanderung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten könne.

(sda/mbü)

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