Still und leise haben die Banken seit Anfang Jahr die Hyposätze erhöht: Die Kredite für Immobilien schlugen innert kürzester Zeit um bis zu 20 Prozent auf, wie ein Bankenvergleich der Zeitung «Der Sonntag» zeigt.

Der Durchschnittssatz für 5-jährige Festhypotheken betrug vorgestern Freitag 1,661 Prozent, vor einem Monat waren es noch 1,398 Prozent gewesen. Das ist zwar im langfristigen Vergleich immer noch sehr wenig. Aber: Es ist ein Anstieg innert Monatsfrist um 19 Prozent. Auch langfristige Hypotheken, die momentan sehr beliebt sind, haben aufgeschlagen.

War es im Dezember noch ein Leichtes, für 10-jährige Hypotheken Sätze von unter 2 Prozent auszuhandeln, bietet nun keine namhafte Bank mehr Zinsen unter dieser Marke an. Mit Ausnahme der Online-Bank Swissquote, wo es Zehnjährige noch immer für 1,81 Prozent gibt.

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Grossbanken teurer

Bei den Grossbanken CS und UBS, bei den Kantonalbanken und auch bei den Raiffeisenbanken sind es jetzt aber meist zwischen 2,3 und 2,5 Prozent, gemäss den neusten Richtsätzen. Ökonomen stellen fest, dass die Banken die Gunst der Stunde nutzen und ihre Margen erhöhen.

Das hat auch mit dem Druck zu tun, den die Finanzmarktaufsicht (Finma) und die Nationalbank auf die Geschäftsbanken ausüben: Sie monieren seit zwei Jahren, dass der Immobilienmarkt zu überhitzen drohe. Die Nationalbank erwägt zudem, beim Bundesrat die Aktivierung des sogenannten Kapitalpuffers zu beantragen. Das würde die Hypotheken nochmals verteuern. Doch auch ohne diese Massnahme gehen Analysten davon aus, dass die Sätze bis Ende Jahr um weitere 0,3 bis 0,6 Prozentpunkte steigen könnten.

(tke)