Bei den Hypothekarzinsen zeichnet sich langsam ein Anstieg ab. Sie blieben im Schlussquartal 2017 zwar auf Niveau des Vorquartals. Indikatoren wie steigende Absicherungskosten weisen aber auf einen Zinsanstieg hin.

Der Zinsswap für zehnjährige Festhypotheken stieg seit Mitte Dezember stark an, wie der Internetvergleichsdienst Comparis am Mittwoch in seinem Hypothekenbarometer schreibt. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Hypothekarnehmer von steigenden Zinsen ausgingen.

Zinsniveau leicht höher bei mittleren Laufzeiten

Im vierten Quartal bewegte sich hier allerdings noch nichts. Die zehnjährigen Festhypotheken wurden gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozentpunkte tiefer mit 1,45 Prozent verzinst.

Leicht höher als im Vorquartal lagen die Richtzinsen für mittlere Laufzeiten. Waren es am Ende des dritten Quartals 1,07, hatten die Zinsen am Jahresende 1,10 Prozent erreicht. Mit einem Plus von 0,01 Punkten praktisch unverändert war das Zinsniveau für kurze Laufzeiten.

Obwohl die langen Laufzeiten am gefragtesten blieben, stellte Comparis eine weitere Abnahme fest. Im Vorjahresvergleich lag der Anteil fast zehn Prozentpunkte tiefer und erreichte zum Jahresende 79 Prozent.

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Kurze Laufzeiten büssen an Attraktivität ein

Dagegen bauten die mittleren Laufzeiten ihren Anteil aus. Mittelfristige Festhypotheken machten 18,5 Prozent am Markt aus. Vor Jahresfrist waren es 12 Prozent gewesen.

An Attraktivität eingebüsst haben die kurzen Laufzeiten. Die Zunahme im Jahresverlauf drehte sich im Schlussquartal in einen leichten Rückgang. Drei Prozent der vergebenen Festhypotheken hatten so eine Laufzeit von unter vier Jahren. Im Vorquartal lag der Anteil noch bei 3,7 Prozent.

(sda/me)