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Ungebremst
Im freien Fall: Ölpreis seit Sommer fast halbiert

Bohranlage in China: Der Preis für Rohöl ist auf unter 60 Dollar gesunken. Keystone

Der Preissturz beim Öl hat sich bis Freitagabend noch einmal beschleunigt. Ein Fass der Sorte WTI kostete nur noch gut 58 Dollar – fast halb so viel wie noch im Frühsommer.

Veröffentlicht am 12.12.2014

Die Ölpreise haben am Freitag ihre Talfahrt bis zum frühen Abend noch beschleunigt. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel weiter unter der Marke von 60 US-Dollar, die er am Donnerstagabend durchbrochen hatte. Zuletzt kostete ein Fass der Sorte WTI 58,03 Dollar und damit 1,94 Dollar weniger als am Vortag. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel um 1,57 Dollar auf 62,04 US-Dollar.

Seit Sommer sind die Ölpreise um über 40 Prozent eingebrochen. Noch im Frühsommer kostete ein Fass WTI fast 108 Dollar. Die Produktion von US-Schieferöl ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat sich bisher nicht auf eine Produktionskürzung verständigt. Wichtige Produzenten wie Saudi-Arabien wollen offensichtlich mit einer stabilen Produktion ihre Marktanteile ausweiten.

IEA erwartet weniger Nachfrage

Experten der Commerzbank erwarten zunächst keine Verschnaufpause auf dem Ölmarkt. Sie verwiesen darauf, dass auch die Internationale Energieagentur am Donnerstag ihre Prognose für die globale Ölnachfrage im kommenden Jahr gesenkt hat. Zudem erwartet die IEA einen Anstieg der Förderung ausserhalb des Opec-Raumes.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist erneut stark gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 60,50 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

(awp/moh)

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