Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 0,8 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung der Minus-Teuerung von 0,7 Prozent ergab sich bei den Reallöhnen eine Erhöhung um 1,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Die Zunahme im vergangenen Jahr ist damit ähnlich hoch wie in den Jahren 2011 und 2010. Praktisch alle Wirtschaftszweige konnten von diesem Lohnwachstum profitieren.

In der Industrie stiegen die Nominallöhne leicht unterdurchschnittlich um 0,7 Prozent und im Dienstleistungssektor um 0,9 Prozent.

Die grösste Lohnerhöhung gab es im Gastgewerbe und in der Beherbergung mit einem Plus von 2,4 Prozent. Dies ist auf eine Erhöhung der Minimallöhne um 2,9 Prozent und auf die Ausweitung des 13. Monatslohns auf alle GAV-Unterstellten zurückzuführen.

Derweil deutet der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich darauf hin, dass die Industrie, das Gastgewerbe sowie die Bankbranche weiterhin einen Stellenabbau planen. Auf der Gegenseite sind es erneut Betriebe der Baubranche, des Versicherungswesens und der übrigen Dienstleistungen, die Stellen schaffen dürften.

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(tno/sda/awp)