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Sogkraft
Im globalen Büromarkt dominieren drei Weltstädte

Blick auf Manhattan: New York ist ein Magnet für Büroinvestoren. Keystone

Im globalen Markt für Büroliegenschaften geben drei aussergewöhnliche Metropolen den Ton an. Dort wird rund ein Fünftel aller Geschäfte abgewickelt. Eine ähnliche Verteilung zeigt sich in der Schweiz.

Von Marc Bürgi
am 21.03.2017

Der internationale Markt für Büroliegenschaften ist stark konzentriert: In nur drei Städten spielt sich etwa ein Fünftel aller Geschäfte ab – dies zeigt eine neue Untersuchung des Beratungsunternehmens Wüest Partner.

Die drei Metropolen verfügen alle über eine grosse, vielfältige Wirtschaft mit qualifizierten Arbeitskräften sowie einem bedeutenden und transparenten Immobilienmarkt, erklärt Beraterin Marina Zech von Wüest Partner. «Die drei Städte sind zudem in ein globales Netzwerk eingebunden.» London und New York sind internationale Finanzzentren, Paris ist in Europa führend in Forschung und Entwicklung.

In New York winken hohe Renditen

Weitere 30 Prozent aller globalen Transaktionen finden in nur 15 Städten statt – zu ihnen zählen beispielsweise Los Angeles, Shanghai, Seoul oder Hongkong (siehe Grafik).

Dass Investoren einige wenige Grossstädte bevorzugen, kommt nicht von ungefähr: Denn in New York, London und Paris lässt sich mit Büros mehr Geld verdienen. Die Renditen aus den Mieten und Wertänderungen der Liegenschaften waren dort in den letzten Jahren im Schnitt zweistellig (2015: 14 Prozent). Weltweit gesehen mussten sich Investoren mit Renditen von 9 (2015) beziehungsweise 7 Prozent (2014) begnügen.

Asiatische Metropolen gewinnen an Bedeutung

Zu diesen drei Magneten für Investoren könnten weitere Städte dazustossen: Aus  Sicht von Wüest Partner werden Shanghai, Seoul und Tokio für Immobilieninvestoren an Bedeutung gewinnen.

Besonders wegen ihrer wachsenden Bevölkerung und Wirtschaft sind die drei asiatischen Metropolen für Investoren interessant. Das ist auch der Grund, wieso neben London und Paris keine weiteren europäischen Städte zu den Topadressen für Immobilieninvestoren gehören: Die Wachstumsmöglichkeiten auf dem Kontinent sind beschränkt.

In fünf Schweizer Städten spielt die Musik

Auch der Schweizer Büromarkt spielt sich hauptsächlich in wenigen Städten ab: Zürich, Basel, Genf, Lausanne und Bern ziehen mit Abstand am meisten Investitionen an. 

Neben diesen fünf Zentren könnten Winterthur und Luzern in den nächsten Jahren ins Blickfeld von Investoren rücken, erwarten die Experten von Wüest Partner. St. Gallen und Lugano weisen laut dem Beratungsunternehmen ebenfalls Potential auf – allerdings seien die Städte zu klein, um im Büromarkt wichtig zu werden.

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