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Zahlungsunfähig
Immer mehr Firmen rutschen in die Insolvenz

Geld: Bei vielen Firmen fehlt das nötige Kleingeld in der Kasse. Keystone

Seit Juli steigt die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz. Für das Gesamtjahr prognostiziert der Gläubigerverband ein Pleitenplus von über sechs Prozent.

Veröffentlicht am 06.10.2015

In den ersten sechs Monaten zeigte die Konkursstatistik der Firmen in der Schweiz noch ein erfreuliches Bild. Trotz Frankenstärke sank die Zahl der Konkurse. Seither hat sich die Situation jedoch verschlechtert.

So lag die Zahl der Konkurse gemäss der Erhebung des Gläubigerverbandes Creditreform im September um 6,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. Auf Grund dieser Entwicklung prognostiziert Creditreform für das Gesamtjahr ein Anstieg der Firmenkonkurse in der Schweiz um 2,8 Prozent auf insgesamt 6030 Konkurse.

Deutlich mehr Pleiten

Deutlich zugenommen haben insbesondere die eigentlichen Firmenpleiten. Weil sie nicht mehr zahlungsfähig waren, mussten im September 391 Unternehmen Konkurs anmelden, was ein Plus von 11,1 Prozent darstellt. Für das Gesamtjahr lautete die Prognose von Creditreform auf +6,1 Prozent.

Leicht aufgehellt hat sich dagegen die Lage bei den Neueintragungen. Im September wurden 3152 Firmen neu im Handelsregister eingetragen, was gegenüber dem Vorjahresmonat ein Rückgang um nur 0,5 Prozent darstellt.

Mehr Firmen

In den Vormonaten fiel dieses Minus höher aus. Unter dem Strich – Neueintragungen und Löschungen zusammengerechnet – resultiert von Januar bis September eine Zunahme der Firmenzahl in der Schweiz um 8961.

Für das Gesamtjahr erwartet Creditreform eine Zunahme von 12'490, womit die Schweizer Firmenzahl gemäss dieser Prognose 2015 ungefähr gleich stark wachsen wird wie vor zwei Jahren. 2014 verzeichnete die Schweiz mit 13'208 neuen Firmen ein leicht höheres Wachstum.

(sda/ise/ama)

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