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Preise
Immobilienboom zieht vom Zürichsee ins Mittelland

Wohnblöcke am Mutschellen im Kanton Aaragu: Die Agglomeration wird attraktiver. (Bild: Keystone)

Der Schweizer Immobilienmarkt kühlt langsam ab. Und er verlagert sich. Die Nachfrage in den Hochpreisregionen nimmt ab, dafür steigt sie anderswo.

Veröffentlicht am 19.06.2013

Die erhöhten Eigenmittelanforderungen lassen den Immobilienboom in der Schweiz etwas abkühlen. Doch die Kaufinteressenten weichen aus und heizen andere Segmente an. Der Nachfragefokus verschiebt sich einerseits stärker in die Mitte des Preisspektrums, wie es im Immobilienmonitor der Grossbank Credit Suisse heisst, der neu veröffentlicht wurde. Dadurch seien die Preise von Standardobjekten im 1. Quartal 2013 erneut stark gestiegen.

Andererseits weichen Kaufinteressenten aufgrund tieferer Preise in die weitere Agglomeration aus. Das verschiebt die Preisdynamik laut der Studie «aus den Überhitzungsregionen Genf und Zürich in das Mittelland und in die Ostschweiz». Insgesamt habe sich das Wachstum des Hypothekarkredit-Volumens innert Jahresfrist von 5 auf 3,9 Prozent verlangsamt.

Mindestens 10 Prozent Eigenkapital

Die Nachfrageverschiebung aufgrund der Regulierung werde somit «partiell sichtbar». Die Credit Suisse verweist insbesondere auf die seit 1. Juli 2012 geltende Selbstregulierung der Schweizerischen Bankiervereinigung, welche unter anderem verlangt, dass mindestens 10 Prozent des Kaufpreises als hartes Eigenkapital eingebracht werden muss.

Hinzu kommen die gedämpften Einkommenserwartungen in der Bankenbranche. Demgegenüber habe der von der Schweizerischen Nationalbank beantragte und vom Bundesrat per 30. September 2013 bewilligte antizyklische Kapitalpuffer «marginale Auswirkungen».

Der geforderte zusätzliche Eigenmittelpuffer der Banken von 1 Prozent verteuere zwar Neuhypotheken. Doch der Effekt sei zu gering, um die das Verhalten der Nachfrager angesichts rekordtiefer Zinsen grundlegend zu verändern. Die Preise für Wohneigentum werden laut den CS-Experten weiter steigen, wenn auch weniger dynamisch.

(se/sda)

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