Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat heute Morgen eine Liste mit Importprodukten präsentiert, welche hierzulande gegenüber dem Ausland stark überteuert sind. Die Produkte-Beispiele dazu stammen von Konsumenten selber.

Vor knapp drei Wochen hatte die Stiftung Schweizer Touristen dazu aufgerufen, Beispiele von Produkten zu melden, die in den Nachbarländern deutlich günstiger sind. Innert weniger Tage seien 750 Meldungen mit rund 1000 Produktebeispielen eingegangen, teilte sie am Mittwoch mit. Dazu gehören Kleider und Schuhe ebenso wie Kosmetik, Möbel, Software, Autozubehör und Kinderartikel.

Die SKS kaufte daraufhin in Deutschland und Frankreich eine Auswahl von rund 150 Produkten ein und rechnete die Preise zum gegenwärtigen Kurs in Franken um. Das Ergebnis ist verblüffend.

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Der Preisunterschied zum Ausland beträgt laut der SKS im Durchschnitt 90 Prozent. Am meisten legen die Schweizer Konsumenten bei Pampers-Windeln drauf: Diese kosten über 240 Prozent mehr als im benachbarten Ausland. Dicht gefolgt von Olivenöl. Eine Flasche Olivenöl Monini Classic aus der Migros kostet 2,25 mal soviel wie ausserhalb des Landes, während einfaches Deo von Rexona um 188 Prozent überteuert ist.

Aber auch für grössere Produkte, wie zum Beispiel Technische Geräte bezahlt der Schweizer zu viel. Ein Ikea Heissluft-Ofen vom Typ «Framtid ov» kostet in Deutschland umgerechnet 538 Franken. In der Schweiz bezahlt man dafür satte 1299 Franken, das sind 141 Prozent des deutschen Preises.

Preise um ein Fünftel verringern

Mit der Aktion will die Stiftung im Vorfeld des runden Tischs zu den Importpreisen Druck aufbauen. Zu dem Treffen hat Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann Vertreter der Produzenten, Importeure, der Konsumentenschutzorganisationen, der Wettbewerbskommission (Weko) sowie den Preisüberwacher eingeladen. Die Forderung nach dem runden Tisch stammte von der SKS.

Die SKS verlangt nun, dass die Preise von Importprodukten um 20 Prozent sinken - und zwar sofort. Weiter fordern sie auch eine Verschärfung des Kartellgesetzes - «damit sich ein solches Desaster nicht wiederholt», wie Stalder sagte. Die SKS erwartet, dass die Preissenkung am runden Tisch beschlossen wird.

(kgh/laf/sda/awp)