Indiens Premierminister Narenda Modi hat den Grossteil des Bargeldes des Landes für ungültig erklärt. Der Run auf die Sparkassen blieb nicht lange aus. Nun wurden die Banken etwa gebeten, Rentner und Menschen mit Behinderungen vorrangig zu bedienen, sagte eine hochrangige Mitarbeiterin des indischen Finanzministeriums.

Kreditinstitute schickten Kleinbusse mit mobilen Filialen in ländliche Gegenden, um der Bevölkerung geringe Beträge an Bargeld auszuzahlen.

Riesige Überraschung

Premierminister Narendra Modi hatte am vergangenen Mittwoch völlig überraschend alle Geldscheine im Wert von mehr als 100 Rupien (aktuell rund 1,36 Euro) für ungültig erklärt. Die Regierung will mit der radikalen Aktion nach eigener Aussage gegen Schwarzgeld und Korruption vorgehen. Seit Donnerstag durften die Banken neue Scheine mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen im Wert von 500 und 2000 Rupien das Stück ausgeben, jedoch nur in sehr begrenztem Umfang.

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Die Reform hat landesweit für Chaos in den Banken gesorgt. Vor den Filialen in grossen Städten drängten an den Tagen nach der Bekanntgabe Hunderte Kunden. Die Geldautomaten waren kurz nach der Umstellung auf die neuen Scheine schon wieder leer.

(awp/chb)