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Unbeeindruckt
Industrie der Eurozone trotzt Griechen-Krise

Roboterhand an der Industrie-Messe Hannover: Eurozone ist auf guten Weg.   Keystone

In Griechenland sacken die Indizes für Produktion, Auftragseingang und Export ab. Die Talfahrt lässt die Industrie der Eurozone aber unbeeindruckt. Deren Wirtschaftsdaten sinken nur gering.

Veröffentlicht am 03.08.2015

Trotz der Griechenland-Krise hat die Industrie in der Euro-Zone kaum an Fahrt verloren. Der Einkaufsmanagerindex fiel nur minimal um 0,1 auf 52,4 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter rund 3000 Unternehmen mitteilte. Er hielt sich aber deutlich über der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird.

In Griechenland sank das Barometer auf ein Rekordtief von 30,2 Prozent. In Deutschland wurde mit 51,8 Prozent ein Zwei-Monats-Tief erreicht. Das gilt auch für Frankreich, das allerdings mit 49,6 Prozent knapp unter der Wachstumsschwelle blieb.

Talfahrt in Griechenland

In Griechenland, wo die Banken über Wochen geschlossen blieben, sackten die Indizes für Produktion, Auftragseingang und auch für das Exportneugeschäft auf die tiefsten Werte seit Beginn der Erhebung im Jahr 1999. Die Talfahrt in dem Ägäis-Land hatte jedoch keine direkten negativen Auswirkungen auf andere Industriesektoren der Euro-Zone, wie aus der Umfrage hervorgeht. «Die Konjunktur in der Euro-Zone dürfte nach dem Überwinden der letzten Hürde in der griechischen Schuldenkrise wahrscheinlich wieder an Dynamik gewinnen», prophezeit Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

(reuters/dbe/chb)

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