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Industrieproduktion geht im Euroraum zurück

Euroraum: Im Februar wurde auf dem Kontinent deutlich weniger produziert. Keystone

Die Industrieproduktion im Euroraum ist im Februar so stark zurückgegangen wie zuletzt vor anderthalb Jahren. Umfragen deuten auf eine weitere Abschwächung hin.

Veröffentlicht am 13.04.2016

Wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg bekannt gab, sank die Industrieproduktion im Euroraum um 0,8 Prozent. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten ein Minus von 0,7 Prozent erwartet. Für Januar gab die Behörde ein revidiertes Plus von 1,9 Prozent bekannt, was der grössten Steigerung seit 2010 entspricht.

Die jüngste Entwicklung ist teilweise technisch bedingt; dennoch deuten Umfragen und Stimmungsindikatoren darauf hin, dass der Region weitere Abschwächungen bevorstehen. Die von Markit erstellten Einkaufsmanagerindizes für die Industrie sind in den vergangenen Monaten gefallen, und das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum ist auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr abgerutscht.

Weitere Abschwächung erwartet

Volkswirte von Barclays hatten den Februar-Wert korrekt prognostiziert. In einer vor der Veröffentlichung der Daten verfassten Notiz errechneten sie für das erste Quartal daraus ein Plus von 1,1 Prozent, was den Wert von 0,4 Prozent aus dem letzten Quartal 2015 deutlich übertrifft.

«Dessenungeachtet deuten jüngere Umfragen auf eine weitere Abschwächung im März, da zukunftsgerichtete Indikatoren vor dem Hintergrund herausfordernder externer Nachfrage weiterhin fallen», schrieben Volkswirte um Philippe Gudin in Paris in einer Kurzstudie.

(bloomberg/chb)

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