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Unerwartet
Inflation in China mit deutlichem Anstieg

China: Für Chinesen ist das Einkaufen teurer geworden.  Keystone

So hoch wie im vergangenen Monat war die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in China zuletzt vor sieben Monaten. Hintergrund sind grosse Schulden der Industrieunternehmen.

Veröffentlicht am 09.09.2017

Die Verbraucherpreise in China sind im August überraschend kräftig gestiegen. Die Inflationsrate kletterte auf 1,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit sieben Monaten, wie das Statistikamt am Samstag in Peking mitteilte.

Im Juli lag sie noch bei 1,4 Prozent. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg auf 1,6 Prozent erwartet. Die Teuerungsrate verharrte dennoch klar unter der von der Regierung ausgegebenen Zielmarke von drei Prozent.

Schuldenberg als Treiber

Die Produzenten hoben ihre Preise erstmals seit sechs Monaten an. Die Erzeugerpreise erhöhten sich im August um 6,3 Prozent zum Vorjahresmonat, während sie im Juli nur um 5,5 Prozent zugelegt hatten. Die chinesischen Industrieunternehmen sitzen auf einem riesigen Schuldenberg. Um ihn abzubauen, sind sie auf höhere Einnahmen angewiesen.

(sda/jfr)

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