Die Inflation in den USA ebbt ab. Im August kosteten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Im Juli hatte die Teuerungsrate noch bei zwei Prozent gelegen.

Den Rückgang begründeten Ökonomen mit einem Statistikeffekt. «In der Summe zeigt sich weiterhin ein moderater Preisauftrieb in den USA», sagte Postbank-Analyst Thilo Heidrich. Im Zuge der erwarteten wirtschaftlichen Erholung dürfte die Inflationsrate im Verlauf des nächsten Jahres steigen und sich oberhalb der Zwei-Prozent-Marke stabilisieren.

Von Juli auf August legten die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent zu. Diese Daten stünden einer Reduzierung der Konjunkturspritzen der US-Notenbank nicht entgegen, sagte BayernLB-Expertin Christiane von Berg. Bislang kauft die Federal Reserve zur Ankurbelung der Wirtschaft monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Die Flut billigen Notenbank-Geldes gab den Börsen in diesem Jahr mächtig Auftrieb. Die Fed-Spitze um Präsident Ben Bernanke entscheidet am Mittwoch, ob sie die Käufe künftig reduziert.

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(reuters/chb/rcv)