Die Furcht vor einem Anfang vom Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA hat Asiens Börsen belastet. Schon die Aussicht, dass die US-Notenbank Fed einige Feinsteuerungen bei ihrem Anleihen-Aufkaufprogramm beschliessen könnte, liess die Investoren zittern.

Experten gehen davon aus, dass auch am Mittwoch die Kurse weiter kräftig schwanken, bis die Entscheidung der Notenbanker um Ben Bernanke am Mittwochabend Klarheit bringt.

Der Nikkei-Index schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13'007 Punkten. Der Index für die asiatischen Aktienmärkte ausserhalb Japans lag 0,15 Prozent im Minus. Er wurde belastet durch Kursrückgänge in Australien sowie Verluste bei Energie- und Rohstoffaktien.

In China notierten die Aktien in Shanghai im Plus, die Börse in Hongkong dagegen im Minus. In Südkorea und Taiwan legten die Kurse zu. Der Dollar gewann ebenfalls an Wert.

Die ultralockere Politik der Fed sowie weiterer Notenbanken weltweit hat in den vergangenen Jahren die Stimmung an den Aktienmärkten beflügelt und die Anleger mit ausreichend Geld versorgt, das diese in als riskanter geltende Anlagen wie Aktien investieren konnten.

Die US-Wirtschaft kommt langsam in Schwung, im Juni legte nach Daten vom Montag die Industrie in New York unerwartet zu. Auch die Stimmung im Immobiliensektor hob sich kräftig. In Japan legte die Industrieproduktion im April um 0,9 Prozent zu.

«Grundsätzlich würde jede Entscheidung, das Anleihe-Kaufprogramm anzufassen, Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung der USA signalisieren», sagte ein Börsianer. «Das könnte potenziell die Stimmung am Markt heben, abhängig davon, wie es von den Investoren aufgenommen wird.»

(tke/aho/sda)