Drohung aus dem Iran: «Nicht ein Tropfen Öl» werde die Strasse von Hormus passieren, sollte der Westen Sanktionen gegen die Ölexporte seines Landes verhängen, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Irna Vize-Präsident Mohammed Resa Rahimi. Der Ölpreis reagierte zunächst mit Aufschlägen.

Über die 6,4 Kilometer breite Wasserstrasse zwischen Oman und dem Iran wird nahezu der gesamte Ölexport Saudi-Arabiens, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Irak und des Iran abgewickelt - nach US-Angaben etwa ein Drittel des weltweit verschifften Öls.

Zudem liefert Katar sein Flüssiggas fast ausschliesslich über die Meerenge. In der Region kreuzen Kriegsschiffe der USA. Seit Samstag hält die iranische Marine dort auch Übungen ab.

EU erwägt Importverbot

Die USA, Kanada und Grossbritannien haben im Atomstreit mit dem Iran den Druck zuletzt erhöht und weitere Sanktionen gegen den Energie- und Finanzsektor des Landes verhängt.

Die Europäische Union erwägt ein Importverbot für iranisches Öl - eine Strafmassnahme, die die USA bereits auf den Weg gebracht haben.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms heimlich an Kernwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Anschuldigungen zurück.

(tno/sda)

Ölpreis (WTI)

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