Der Iran will in zwei Monaten wieder eine Erdölproduktion auf dem Niveau der Zeit vor den Atomsanktionen erreicht haben. Dies sei bis zum 20. Juni geplant, kündigte Vize-Ölminister Rokneddin Dschawadi laut der Nachrichtenagentur Irna an. Seine Aussagen wurden als Signal des Opec-Staates gewertet, beim nächsten Treffen der Organisation der erdölexportierenden Länder zur Diskussion über eine Deckelung der Produktion bereit zu sein.

Insidern zufolge will sich der Iran nach Erreichen der Vor-Sanktionsproduktion von knapp unter vier Millionen Barrel pro Tag an den Bemühungen zur Stabilisierung des Marktes beteiligen. Derzeit kommt das Land wohl auf mehr als 3,5 Millionen Barrel pro Tag.

Marktanteile wiedergewinnen

Am Sonntag waren die Gespräche führender Ölförderstaaten zur Bekämpfung des weltweiten Überangebots noch gescheitert. Experten machen dafür Saudi-Arabien verantwortlich. Das Land wollte durchsetzen, das auch der Erzrivale Iran seine Produktion kappt. Dies jedoch hatte die Islamische Republik, die bei dem Treffen gar nicht vertreten war, schon im Vorfeld abgelehnt.

Der Iran will zunächst die Marktanteile wiedergewinnen, die das Land im Zuge der Sanktionen im Atomstreit mit dem Westen verloren hatte, die Anfang des Jahres aufgehoben wurden. Das nächste Opec-Treffen ist für den 2. Juni geplant.

(reuters/cfr)

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