Irland will trotz des anhaltenden Drucks seiner internationalen Geldgeber den Sparkurs etwas lockern. Finanzminister Michael Noonan sagte dem Radiosender Newstalk, es gebe etwas Flexibilität.

«Wir wollen keine Härten durchsetzen, die gar nicht nötig sind.» Bereits seit längerem werden in Irland immer wieder Stimmen laut, die sich für eine Lockerung des Sparkurses starkmachen. Das trifft bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) jedoch auf harte Kritik. So forderte erst am Wochenende EZB-Direktor Jörg Asmussen Irland auf, am Sparziel für 2014 festzuhalten.

Irland soll Rettungsschirm verlassen

Im kommenden Monat soll der Haushalt für nächstes Jahr vorgelegt werden. Parlamentarier setzen sich seit Monaten dafür ein, die bisher geplanten Einsparungen mit einem Volumen von 3,1 Milliarden Euro zu reduzieren. Die Regierung in Dublin kommt jedoch nicht um Kürzungen im Sozialsystem, im Gesundheitswesen und bei der Bildung herum, auch sind Steuererhöhungen geplant, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

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Irland soll bis zum Jahresende den Euro-Rettungsschirm verlassen. Das Land wurde im November 2010 als zweiter Euro-Staat nach Griechenland mit Hilfsgeldern vor der Pleite bewahrt.

(sda/muv/moh)