Italien und Belgien haben gelassen auf die Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die US-Ratingagentur Fitch reagiert. Die belgische Regierung wertete die Herabstufung offensichtlich als Bestätigung ihrer Sparpolitik.

«Das beweist vor allem, dass noch mehr Reformen nötig sind, nicht nur in Europa, sondern auch in Belgien», sagte Vize-Premier Vincent Van Quickenborne laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga im Fernsehen. Die belgische Regierung hatte bereits Sparmassnahmen angekündigt.

Auch Italiens Regierungschef Mario Monti zeigte sich unbeschwert. Es sei nichts Neues festgestellt worden, sagte Monti laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Die aktuelle Politik Italiens sei nicht abgeurteilt worden.

Nach Standard & Poor's hatte Fitch am Freitagabend zum Rating-Rundumschlag in der Euro-Zone ausgeholt und die Kreditwürdigkeit von gleich fünf Ländern schlechter eingestuft. Fitch senkte das langfristige Emittentenrating (IDR) von Italien, Belgien, Spanien, Zypern und Slowenien.

Der Ausblick für alle Länder ist negativ: Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Herabstufung in den kommenden zwei Jahren ist demnach hoch. Die Herabstufungen begründete die Ratingagentur mit der Verwundbarkeit der Euro-Länder gegenüber monetären und finanziellen Schocks.

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(tno/sda)