Die italienischen Banken hatten im Mai allein fast 200 Milliarden Euro an insolvente Schuldner verliehen. Das teilte die Notenbank des Landes am Dienstag mit. Damit wurde der April-Wert um knapp 1 Prozent übertroffen. Die faulen Kredite sind Folge der jahrelangen Rezession im Land und drücken auf die ohnehin schon schwache Profitabilität der Geldhäuser, die deswegen mehr Kapital als Puffer vorhalten müssen.

Die italienischen Banken sind dem tschechischen Finanzminister Andrej Babis zufolge ein grösseres Problem für Europa als die britische Entscheidung für einen EU-Abschied. «Jeder spricht über den Brexit als grosses Problem, aber das ist nur Spekulation», erklärte Babis am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. «Der Zustand einiger italienischen Banken könnte ein grösseres Problem für Europa darstellen.»

(reuters/me)
 

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