Die italienische Industrie kommt nicht auf die Beine. Ihre Aufträge brachen im April um 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, teilte das Statistikamt Istat am Mittwoch mit. Im März hatte es sogar einen Rekordrückgang von 14,3 Prozent gegeben.

Verglichen mit dem Vormonat gingen die Bestellungen im April um 1,9 Prozent zurück. Während die Auslandsnachfrage um 4,0 Prozent schrumpfte, fielen die Aufträge aus dem Inland nur um 0,3 Prozent.

Auf den Weltmärkten quasi nicht mehr präsent

Experten zufolge leidet die Industrie unter einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit. «Italien exportiert nur 375 Milliarden Euro, das ist lediglich ein Drittel der deutschen Ausfuhren», sagte der Präsident des deutschen Exportverbandes BGA, Anton Börner, dem «Handelsblatt». Und weiter: «Auf den Weltmärkten ist Italien praktisch nicht mehr präsent, die Wettbewerbsfähigkeit hat in den vergangenen Jahren enorm nachgelassen.»

(aho/muv/sda)

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