Das nationale italienische Statistikamt Istat hat berechnet, dass die italienische Wirtschaft weiterhin stagniert. Damit hinkt das Land dem Währungsraum deutlich hinterher, wo die Wirtschaftsleistung im Schnitt um 0,3 Prozent zulegte. Dies bedeutet zugleich einen Rückschlag für Ministerpräsident Matteo Renzi, der Italien nach drei Jahren Rezession und einem leichten Wachstum 2015 nun wirtschaftlich wieder auf Kurs bekommen will.

Renzi hatte zuletzt gehofft, dass es doch noch einen geringen Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) im Frühjahr gegeben haben könnte.

Wachstum erwünscht

Die Regierung peilt für 2016 rund 1,2 Prozent Wachstum an, nach plus 0,8 Prozent im vorigen Jahr. Im abgelaufenen Quartal sorgte allein der Export für Schwung, während die Inlandsnachfrage leicht bremste. Die Ausgaben der öffentlichen Hand dämpften die BIP-Entwicklung. Der private Konsum und die Investitionen konnten die Wirtschaft ebenfalls nicht anschieben.

(sda/chb)