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Einschätzung
IWF-Chefin Lagarde warnt London vor «Brexit»

Lagarde: Die IWF-Chefin warnt vor negativen Folgen eines «Brexit». Keystone

Die Insel wird schon bald über den Verbleib im europäischen Verbund entscheiden. Ein EU-Austritt käme die Briten aber teuer zu stehen, meint die Chefin des Internationalen Währungsfonds.

Veröffentlicht am 11.12.2015

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat Grossbritannien vor einem Austritt aus der EU gewarnt. Negative Folgen befürchtet sie vor allem für den Handel und die Finanzströme in der EU, wie sie dem Sender BBC sagte. Die EU «hat sich über die Jahre als effektiv erwiesen», fügte sie am Donnerstag in London hinzu.

Der britische Premierminister David Cameron hat bis spätestens Ende 2017 ein Referendum angekündigt, bei dem die Briten entscheiden, ob sie in der Gemeinschaft bleiben oder austreten wollen. Für einen Verbleib stellt Cameron Bedingungen und verlangt von Brüssel Reformen. Umfragen zufolge ist unklar, wie das Referendum, das vermutlich bereits 2016 stattfinden soll, ausfallen könnte.

Lob für die Wirtschaft

Für die britische Wirtschaft findet der IWF in einem neuen Bericht lobende Worte. Die Wirtschaft wachse schneller als in den anderen Industriestaaten und die Arbeitslosigkeit sei erheblich gesunken. Kritisch äusserte sich der Bericht dagegen zu den hohen Immobilienpreisen in Grossbritannien. Auch das staatliche Defizit sei mit fast fünf Prozent vom Bruttoinlandsprodukt zu hoch.

(awp/ise/hon)

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