Der Internationale Währungsfonds hat von der japanischen Regierung gefordert, die Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht nochmals zu verschieben. Wenn das Land seine mittel- und langfristigen Haushaltsziele verpasse, werde es wachsende Zweifel geben.

Das sagte IWF-Manager Mitsuhiro Furusawa am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters am Rande eines Treffens von IWF und Weltbank in Lima. Es sei nicht überzeugend, die Steuererhöhung zu verschieben, nur weil man keinen Gefallen daran finde.

Wiederstand im Parlament

Die japanische Wirtschaft rutschte nach einer ersten Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Jahr in eine Rezession. Ministerpräsident Shinzo Abe verschob daraufhin den zweiten Schritt um eineinhalb Jahre auf April 2017. Er hat versprochen, die Steuer wie geplant zu erhöhen. Manche Abgeordnete beklagen aber, dass sich die Wirtschaft dafür noch nicht ausreichend erholt habe. Der Steuersatz soll 2017 auf zehn Prozent angehoben werden.

(sda/chb)