Trotz Fortschritten bei den Reformen sind die wirtschaftlichen Aussichten für Portugal nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiterhin trübe. Das Land werde auch 2013 wahrscheinlich nicht aus der Rezession herauskommen.

Die Arbeitslosigkeit werde über das bisherige Rekordniveau hinaus weiter steigen, heisst es in einem in Washington veröffentlichten Bericht. Zugleich betonte der IWF, entscheidend für den Erfolg der portugiesischen Anstrengungen seien auch die europäischen Reformen. Offiziellen Schätzungen zufolge schrumpfte die Wirtschaft des ärmsten europäischen Landes in diesem Jahr um drei Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 16 Prozent.

Bereits am Montag hatte die sogenannte Troika aus der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem IWF grundsätzlich eine weitere Tranche in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aus dem insgesamt 78 Milliarden Euro schweren Rettungsprogramm freigegeben. Portugal mache «solide Fortschritte» bei seinen Spar- und Reformbemühungen.

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(muv/awp)