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Konjunktur

IWF stellt USA als Schuldensünder an den Pranger

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert von reichen Staaten einen noch entschlosseneren Kampf gegen ihre hohe Verschuldung. Im Fadenkreuz der IWF-Kritik stehen vor allem die USA.

Veröffentlicht am 12.04.2011

"Die meisten Industrienationen haben dieses Jahr ihre Defizite verringert, doch die Vereinigten Staaten haben die Anpassungen auf Eis gelegt", heisst es im jüngsten IWF-Bericht zur Lage der internationalen Staatsfinanzen. Die Kritik richtet der IWF jedoch auch an andere Staaten der reichen Welt.

Zwar planten die meisten Staaten dieses Jahr Budget-Kürzungen. "Dennoch bleiben die Defizite gross, im Durchschnitt wird zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg die Verschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung die Schwelle von 100 Prozent überschreiten, während der Finanzbedarf eine Rekordstand erreichen wird."

Der Weltwährungsfonds drängte Washington zur Eile, "glaubhafte Massnahmen" zur Verringerung der Verschuldung zu beschliessen. Stattdessen hätten die USA ihre Pläne zur Budgetkonsolidierung verschoben und vielmehr weitere Schritte zur Ankurbelung der Konjunktur an den Start gebracht, bemängelt der Bericht.

In der Euro-Zone gehe die Konsolidierung insgesamt nach Plan voran. Sollte das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern in diesem Jahr besser als erwartet ausfallen, sollten zusätzliche Steuereinnahmen auf die hohe Kante gelegt werden. Die meisten Staaten müssten darüber hinaus den mittel- und langfristigen Ausgabendruck für Renten und Gesundheitsversorgung angehen.

(cms/sda)

 

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